Das erste „multilane free-flow Mautsystem“ erlaubt eine Mautberechnung ohne Zwischenstopp

Die Maut wird für Fahrzeuge mit über 3,5 t höchst zulässigem Gesamtgewicht vollelektronisch eingehoben. Dies bedeutet flüssigen Verkehr für alle Teilnehmer.

Seit 1. Jänner 2004 ist das Mautsystem, das ein Anhalten bzw. das Benutzen einer bestimmten Fahrspur während der Abbuchung der Maut unnötig macht, in Betrieb. Das System funktioniert denkbar einfach: Es besteht aus zwei für den Fahrzeuglenker sichtbaren Komponenten: den Mautportalen und den Fahrzeuggeräten,  den so genannten GO-Boxen, die im Fahrzeug obligatorisch mitgeführt werden müssen. Die GO-Box hat in etwa die Größe einer Zigarettenschachtel. Sie sorgt vom Fahrzeug aus für die korrekte Abwicklung der Maut. Das kleine, innen an der Windschutzscheibe befestigte Gerät und die Mautportale kommunizieren auf Mikrowellenbasis miteinander, während das mautpflichtige Fahrzeug unter dem Portal hindurch fährt.

Der Mautbetrag selbst wird auf zwei Arten verrechnet: Entweder speichert die Datenzentrale von ASFINAG Maut Service GmbH die Verrechnungsdaten und der Kunde begleicht die Maut im Nachhinein entsprechend der vom ihm gewählten Zahlungsart – mittels Debit-, Kredit- oder Tankkarte. Oder der Mautbetrag wird direkt von einem Guthaben, das auf der GO-Box gespeichert ist, abgebucht.

Die Fahrzeuggeräte – oder GO-Boxen – haben die Maße 110 x 66 x 27 mm und wiegen lediglich rund 100 Gramm. Die Geräte werden gegen ein einmaliges Bearbeitungsentgelt von fünf Euro inkl. 20% USt. verliehen. Der Vertrieb der GO-Boxen erfolgt primär über die rund 200 GO Vertriebsstellen in Österreich und im grenznahen Ausland.

Auf die Mikrowellentechnik ist Verlass

Die weltweit bewährte Technik garantiert ein bedienerfreundliches und einfaches System für alle Nutzer. Dieses vollelektronische Mautsystem errichtete die ASFINAG Maut Service GmbH für alle Fahrzeuge über 3,5 t höchst zulässigem Gesamtgewicht. Es ist dies übrigens das weltweit erste flächendeckende multilane free-flow-Mautsystem, das in Betrieb gehen wird. Auf die dabei verwendete Mikrowellentechnologie ist Verlass – 28 Länder in Europa, Asien, Lateinamerika und Australien setzen die diese Technologie erfolgreich ein, die auch ständig weiterentwickelt wird. Der österreichische Mauttechnologie-Spezialist Kapsch TrafficCom liefert wesentliche Teile des Systems "turn-key".